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Trauer im Klinik-Alltag (Modul 2)

Trauer im Klinik-Alltag

Praxisseminare Ethisch-kommunikative Fertigkeiten (Modul 2)

Dozentin: Dipl.-Psych. Silvia Schäfer
Vorbesprechung: Freitag, 25. Oktober 2019, 12.00-14.00 Uhr,  Kollegienhaus, Raum 1.019
Blockseminar: Samstag, 11.01.2020, 09.30-17.30.
Ort: Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Glückstraße 10, Seminarraum Bibliothek (EG).
Kontakt: igem-sekretariat-ethik@fau.de

Organisatorisches

Geeignet für Hörer aller Fakultäten, insbesondere jedoch für Studierende im II. Studienabschnitt Humanmedizin sowie im PJ. Begrenzt auf 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, verbindliche Anmeldung über Mein Campus. Sie finden den Kurs unter „freiwillige Veranstaltungen“. Bitte tragen Sie sich rechtzeitig wieder aus, wenn Sie verhindert sein sollten. Die Kurse werden aus Studiengeldern finanziert. Verfallende Plätze gehen Ihren Kolleginnen und Kollegen verloren.

Schein

Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Der Schein für das Wahlpflichtfach im II Studienabschnitt kann durch den Besuch der beiden weiteren Praxisseminare (ggf. auch in den folgenden Semestern) sowie eine mündliche Prüfung erworben werden.

Seminarbeschreibung

Trauer begegnet uns ständig im klinischen Alltag, sei es durch das Sterben eines unserer Patienten auf der Station, den Tod von für uns bedeutsamer Menschen oder dass man selbst die eigene körperliche Verletzlichkeit bzw. gefährliche Prognosen verarbeiten muss. Es entsteht dabei häufig ein seltsames Schweigen über diese Thematik in der Medizin und in der curricularen Lehre. Zunehmend setzt sich jedoch die Einsicht durch, dass es nötig ist, sich mit diesem Thema theoretisch und praktisch auseinanderzusetzen. Dies spiegelt sich in den Diskursen der verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften wider sowie in der Überlegung, 2018 zum ersten Mal die Diagnose „Anhaltende Trauerstörung“ in den Katalog der Krankheiten (ICD-11) aufzunehmen.
Themen des Seminars sind folgende: Trauer, eine Annährung, mit Raum für Fragen, konkreten Gesprächshilfen, Simulationsspiel und der Suche nach geborgenen Orten. Wie begleite ich Menschen in ihrer Trauer? Welche Gesichter hat Trauer? Was erschwert den Trauerprozess? Wie unterscheidet sich die Trauer von Kindern und Jugendlichen von der Trauer Erwachsener?
Ziele sind das Kennenlernen der Mediatoren der Trauer, das Phänomen Trauer zur Depression abzugrenzen, Wahrnehmen und Wissen um die eigene subjektive Leid- und Schmerzgrenze sowie typische Strategien zur Leidabwehr. Letztlich sollen wir befähigt werden, Aspekte des guten Lebens und der Medizinethik in Bezug auf Trauer besser zu verstehen.