Navigation

Q2-GTE

Querschnittsbereich 2: Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE)

Bitte beachten: Digitale Lehre im Sommersemester 2020

Liebe Studierende,

aufgrund der aktuellen Situation und einschlägiger Bestimmungen des Freistaats Bayern und der Universitätsleitung muss der Unterricht im Querschnittsbereich 2, Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin im Sommersemester 2020 vollständig auf online-Lehre umgestellt werden. Sie finden alle relevanten Informationen unter https://www.studon.fau.de/crs2920590.html

Wenn Sie zum Besuch dieses Kurses verpflichtet sind, sich aber nicht auf StudOn anmelden können, wenden Sie sich bitte an Kerstin Franzò (kerstin.franzo@fau.de) oder Renate Rittner (renate.rittner@fau.de)

 

Die Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO) vom 27. Juni 2002 sieht für die ärztliche Ausbildung den Unterricht in Einzelfächern und Querschnittsbereichen vor. Der Querschnittsbereich 2 „Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin“ (GTE) liegt mit zwei Semesterwochenstunden in Erlangen im 3. Klinischen Semester und wird vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin durchgeführt. Unterrichtsformen sind eine Hauptvorlesung zur Geschichte und Ethik der Medizin im Plenum der Studierenden und thematisch orientierte Seminare mit ca. 12-20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Der Querschnittsbereich GTE thematisiert geistes- und kulturwissenschaftliche Probleme der Medizin und des Gesundheitswesens. Analysiert wird, wie in verschiedenen historischen Epochen, einschließlich der Gegenwart, das Wissen über Natur und Mensch, Gesundheit, Krankheit und Heilung konzeptualisiert bzw. gewonnen wurde und wird. Hierbei sind kulturelle, politische und ökonomische Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Weiterhin geht es um Formen der Arzt-Patient-Beziehung, den Gesundheits- und Heilermarkt sowie ethisch-philosophische Grundfragen in ihrer jeweiligen historischen und kulturellen Bedingtheit.

In den Seminaren werden dazu ausgewählte Themen aus den Bereichen der Medizingeschichte, Medizintheorie und Medizinethik problematisiert und vertieft.

Notwendige Voraussetzungen für den Erwerb des benoteten Leistungsnachweises im Querschnittsbereich Q2 sind die regelmäßige Teilnahme an der Hauptvorlesung „Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin“ (1SWS) und das Bestehen der Abschlussklausur über den Inhalt der Vorlesung; Voraussetzung für die Zulassung zur Klausur ist die regelmäßige Teilnahme an einem der Q2 Seminare (1SWS). In den Seminarkursen wird aktive Mitarbeit, u.a. durch die Mitgestaltung einer Unterrichtseinheit (Kurzreferat), erwartet.

 

Die Klausur im Sommersemester 2020 findet als Präsenzklausur am Donnerstag, 9. Juli 2020, 14:00 Uhr in den Hörsälen  im Ulmenweg 18 sowie im Wöhrl-Hörsaal und dem oberen Hörsaal in der Pathologie statt.

K-PS 5 Vorlesung Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin (Klausurtermin), Q2

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Zeit/Ort n.V.

Prerequisites / Organizational information


Liebe Studierende,

Ihre Teilnahme an Q 2 - Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE-Kurs) und der Scheinerwerb sind im Sommersemester 2020 gesichert. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Online-Version des Kurses, die rechtzeitig zu Semesterbeginn bereit stehen wird.

Einige Informationen vorab: es wird thematische Vorlesungen geben, die als online-Versionen abrufbar sind. Die Videos sind zum größeren Teil bereits gedreht (insgesamt 12 bzw 13).

Die Studierenden werden zu Semesterbeginn gebeten, sich in Vertiefungsseminare einzuschreiben, die den 12 bzw. 13 Vorlesungen thematisch entsprechen werden. Die jetzige Einteilung in GTE-Kleingruppenseminare, die Sie bereits vorgenommen haben, wird also widerrufen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.

Klausur und Leistungsnachweise werden online erbracht.

Für den Augenblick ist Ihrerseits hinsichtlich GTE also keine Aktivität notwendig; wir informieren Sie recht bald über den technischen Ablauf des Kurses.

Mit allen guten Wünschen und Dank für Ihre Flexibilität

Ihr

KH Leven

Prof. Dr. med. Karl-Heinz Leven

Institut für Geschichte und Ethik der Medizin,

Glückstr. 10, 91054 Erlangen

Karl-heinz.leven@fau.de

Tel. 09131-8522094

Sekretariat: Renate Rittner, Tel. 09131-8522308

Renate.rittner@fau.de

www.igem.med.fau.de/

Zusätzliche Informationen

www: https://www.igem.med.fau.de/studium-und-lehre/q2-gte/

r

Die Ergebnisse werden im MeinCampus-System eingetragen und können im Sommersemester ab Anfang September und im Wintersemester ab Anfang März eingesehen werden.

Bitte beachten Sie für das Sommersemester 2020:

Der Unterricht im Querschnittsbereich 2 – Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin verteilt sich – auch online – auf die Vorlesung und die Seminare. Die Vorlesung können Sie auf StudOn ansehen. Der Vorlesungsstoff ist am Ende des Semesters Teil einer Klausur. Die 11 angebotenen Seminare bieten Vertiefungen zu einzelnen Themata aus dem Spektrum. Der Besuch und die rege Beteiligung an einem der Seminarangebote ist Teil der Gesamtleistung im Querschnittsbereich 2.

Der Auswahlprozess für die Seminare ist von Montag, 20. April, 10 Uhr, bis Sonntag, 26. April, 24 Uhr geöffnet. Sie haben in diesem Zeitraum die Möglichkeit, drei Prioritäten für eines der angebotenen Seminare zu vergeben. Der Zeitpunkt der Anmeldung spielt bei der Vergabe der Seminarplätze keine Rolle. Die Zuordnung zu den Seminaren erfolgt anschließend automatisch.

 

 

 

 

 

 

Die Einschreibung für die Seminargruppen für das Sommersemester 2020 erfolgt ab Montag, 02.03.2020, 18.00 Uhr über Mein Campus. Studierende, die im gleichen Semester für ein GTE-Seminar eingetragen sind, werden automatisch in „mein campus“ zur Klausur angemeldet. Falls Sie krankheitsbedingt oder aus anderen Gründen nicht an der Klausur teilnehmen können, setzen Sie sich bitte vorab mit dem Sekretariat der Medizinethik in Kontakt (Tel: 09131/85-26430, E-Mail: kerstin.franzo@fau.de) Vorlesung und Seminar müssen im selben Studiensemester besucht werden. Wiederholer werden automatisch wieder zur Klausur angemeldet. Das Seminar muss nicht erneut besucht werden. Der erneute Besuch der Vorlesung ist freigestellt.
Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass Sie ein über Mein Campus gewähltes Seminar nicht wechseln können. Bei organisatorischen Fragen zu der Einschreibung wenden Sie sich bitte nicht an die Dozenten, sondern ausschließlich an das Sekretariat der Professur für Ethik in der Medizin (Tel: 09131/85-26430, E-Mail: kerstin.franzo@fau.de)

Übersicht Q2-Kurse und Vorlesung

Dozent: Prof. Dr. phil. Fritz Dross

Seminarbeschreibung

Das Seminar befasst sich mit übertragbaren oder für übertragbar gehaltenen Erkrankungen in der Geschichte. Besonderes Augenmerk liegt auf zwei Aspekten:
Zum einen gilt es zu klären, wie erklären Medizin und andere Instanzen den Übertragungsweg? Zum anderen ist von Interesse, wie verlaufen unter den jeweiligen historischen Bedingungen die gesellschaftlichen Reaktionen auf diese Erkrankungen?

Dozent: Prof. Dr. med. Karl-Heinz Leven

Seminarbeschreibung

Einführende Literatur

Dozent:

Seminarbeschreibung

Einführende Literatur

Dozent:

Seminarbeschreibung

Einführende Literatur

Dozent:

Seminarbeschreibung

Einführende Literatur

Dozent:

Seminarbeschreibung

Einführende Literatur

Dozent:

 

Seminarbeschreibung

Einführende Literatur

Dozenten: Prof. Dr. Andreas Frewer, M.A. / PD Dr. Andreas Reis

Online-Seminar (Zoom)

Erste Sitzung: 05.05.2020, 17:15-18:15 Uhr

Blockseminar: 29.05.2020, 16:00-19:00 und 30.05.2020, 10:00-13:00 Uhr

Seminarbeschreibung

Wie kann eine gute und gerechte(re) Medizin auf der ganzen Welt erreicht werden? Wofür sollte man sinnvoller Weise Ressourcen im Gesundheitswesen einsetzen? Welche ethischen Prinzipien können individuelles und staatliches Handeln leiten? Das Seminar geht dabei auf Entwicklung und Grundlagen von Public Health und Global Health Ethics ein. Strukturen und Organisationen auf nationaler wie auch globaler Ebene werden vorgestellt sowie am Beispiel von ausgewählten Themenfeldern erläutert: Resourcen-Allokation und Prioritätensetzung, Infektionskrankheiten und Pandemien, Organhandel und Medizintourismus, Neue Technologien (Big Data und KI), Gesundheitsförderung und (Interessen-)Konflikte. Ergänzend werden exemplarische WHO-Fallstudien präsentiert, die u.a. einen besonders aktuellen Schwerpunkt im Bereich „Menschenrechte und Ethik bei Pandemien“ setzen.

Scheinbedingungen

Aktive Teilnahme an Zoom-Videokonferenz zu den Seminarzeiten, Kurzreferat (max. 5-8 Folien) allein oder in Zweiergruppen zu vorbereiteten Texten. Bei freiwilligem Klinikeinsatz oder Kinderbetreuung Ausnahme möglich.

Dozent: Prof. Dr. Andreas Frewer, M.A.

Online-Seminar (Zoom)

Erste Sitzung: 12.05.2020, 18:00-19:00 Uhr,

Blockseminar: 26.06.2020, 16:00-19:00 und 27.06.2020, 10:00-13:00 Uhr

Seminarbeschreibung

Ethische Fragen werden in der Medizin immer wichtiger. Auch durch den demographischen Wandel ergeben sich zunehmend moralische Konflikte bei der Behandlung oder Versorgung älterer Menschen und hochbetagter Patienten. Welche speziellen Bedürfnisse haben Senioren in unserer Gesellschaft, welche Fragen der Nichtdiskriminierung und Verteilungsgerechtigkeit gibt es im Gesundheitswesen? Das Seminar schlägt einen Bogen von generellen menschenrechtlichen Dimensionen hin zu spezifischen ethischen Problemen in der Praxis: Wie können trotz Schwierigkeiten mit Ageism, Pflegemangel und Stigmatisierung gute Behandlung und gerechte Allokation für die Medizin gewährleistet werden? Welche besonderen vulnerablen Situationen sind bei Patientenverfügungen und Beratung im hohen Alter oder für Personen mit Demenz zu berücksichtigen? In Referaten sowie Beiträgen aus dem Graduiertenkolleg „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“ wird das Themenfeld erörtert.

Scheinbedingungen

Aktive Teilnahme an Zoom-Videokonferenz zu den Seminarzeiten, Kurzreferat (max. 5-8 Folien) allein oder in Zweiergruppen zu vorbereiteten Texten. Bei freiwilligem Klinikeinsatz oder Kinderbetreuung Ausnahme möglich.

 

Aronson, P./Mahler, C. (2016): Menschenrechte in der Pflegepraxis – Herausforderungen und Lösungsansätze in Pflegeheimen. Berlin: Deutsches Institut für Menschenrechte.

Dammann, R./Gronemeyer, R. (2009): Ist Altern eine Krankheit? Wie wir die gesellschaftlichen Herausforderungen der Demenz bewältigen. Frankfurt a.M.: Campus.

Frewer, A./Bergemann, L./Schmidhuber, M. (Hrsg.) (2015): Demenz und Ethik in der Medizin. Standards zur guten klinischen Praxis. Jahrbuch Ethik in der Klinik 8. Würzburg: Königshausen & Neumann.

Kruse, A. (2016): Lebensphase hohes Alter. Verletzlichkeit und Reife. Heidelberg u.a.: Springer.

Remlein, K./Nübel, G. (2001): Der alte Mensch im Krankenhaus – Umsorgt oder entsorgt? Neumünster: Ed. Jakob van Hoddis im Paranus-Verlag.

 

Dozent: PD Dr. Rainer Erices

Online-Seminar (Zoom)

Erste Sitzung: Donnerstag, 28.05.2020, 16.00-18.00 Uhr

Blockseminar: Freitag, 19.06.2020, 10.00-18.00 Uhr.

Seminarbeschreibung

Für viele Menschen gilt noch heute das Gesundheitswesen der DDR als vorbildlich. Wie kommt das? War die medizinische Betreuung wirklich besser? Zumindest propagierte die DDR unablässig „Alles zum Wohle des Volkes“ zu tun. Was übernahm der Staat, um dieses Ziel zu erreichen?

Uns interessiert, wie Ärzte in der DDR arbeiteten. In der Regel mussten sie etliche Hindernisse in Kauf nehmen: Um einen Studienplatz zu bekommen, verpflichteten sich junge Männer zu drei Jahren Wehrdienst, nach dem Studium wurden sie nach Erfordernissen der Planwirtschaft in Facharztrichtungen und Ausbildungsort gelenkt. In den Kliniken herrschte zunehmend Mangelwirtschaft: Einwegmaterial, Pharmaka Arbeitskittel und Patientenbettwäsche – manches war rar. Eine Kongressreise ins westliche Ausland war für viele undenkbar. Wer Karriere machen wollte, musste sich mit dem System arrangieren. Viele Ärzte arbeiteten als Geheimdienst-Spitzel, etliche brachen ihre ärztliche Schweigepflicht. Wir diskutieren, was es für Ärzte beispielsweise bedeutete, Mauertote zu obduzieren. Wie sind klinische Prüfungen von Medikamenten in einem diktatorischen Staat zu bewerten?

Im Seminar beschäftigen wir uns mit dem potenziellen Konflikt zwischen ärztlichem Berufsethos und von außen vorgegebenen Bedingungen, die diesem Ethos widersprechen. Wir betrachten Einzelbeispiele, wie sich Ärzte trotz Schweigepflicht und moralischer Bedenken dem System andienten, welche Ziele sie verfolgten und welchen Nutzen das ihnen erbrachte. Wir setzen uns damit auseinander, warum es der DDR so wichtig war, die eigenen Mediziner in ihrem Sinn politisch zu verpflichten.

Einführende Literatur

Beer, K./Weißflog, G. (2011): Weiterleben nach politischer Haft in der DDR. Gesundheit¬liche und soziale Folgen. Göttingen.

Bettin, H./Gadebusch Bondio, M. (Hrsg.) (2010): Medizinische Ethik in der DDR Erfahrungswert oder Altlast? Pabst Science Publishers, Lengerich u.a.

Frewer, A./Erices, R. (Hrsg.) (2015): Medizinethik in der DDR. Moralische und menschenrechtliche Fragen im Gesundheitswesen. Stuttgart.

Frewer, A./Schmidt, U. (Hrsg.) (2014): Forschung als Herausforderung für Ethik und Menschenrechte. 50 Jahre Deklaration von Helsinki (1964-2014). Köln.

Kerz-Rühling, I./Plänkers, T. (2004): Verräter oder Verführte. Eine psychoanalytische Untersuchung Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi. Berlin.

Müller, K.-D. (1997): Die Ärzteschaft im staatlichen Gesundheitswesen der SBZ und der DDR 1945-1989. In Robert Jütte (Hrsg.) (1997): Geschichte der deutschen Ärzteschaft. Köln, S. 243-273.

Mielke, U./Kramer, K. (2004): Die Medizinische Akademie Magdeburg und das Ministerium für Staatssicherheit. Band 11. Magdeburg.

Stein, R. (1992): Die Charité 1945-1992. Ein Mythos von innen. Berlin.

Süß, S. (1999): Politisch missbraucht? Psychiatrie und Staatssicherheit in der DDR. Berlin.

Weil, F. (2008): Zielgruppe Ärzteschaft. Ärzte als inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. Göttingen.

 

Dozent:

Seminarbeschreibung

Einführende Literatur

Dozent:

Seminarbeschreibung

Einführende Literatur

Dozenten:

Sitzungen:
Ort: Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Glückstraße 10, Seminarraum Bibliothek (EG).

 

Seminarbeschreibung

Einführende Literatur

Dozenten:

Sitzungen:

Seminarbeschreibung