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Wahlpflichtfächer

Scheinerwerb

Die Studienordnung sieht den Besuch je eines Wahlpflichtfachs im ersten und im zweiten Studienabschnitt vor, wobei das Wahlpflichtfach im ersten Studienabschnitt drei Semesterwochen umfasst, das Wahlpflichtfach im zweiten Studienabschnitt zwei Semesterwochenstunden.

Mit dem Besuch dieser Lehrveranstaltungen kann der benotete Schein für das Wahlpflichtfach erworben werden. Voraussetzung für den Scheinerwerb ist die regelmäßige aktive Teilnahme unter Berücksichtigung der maximalen Fehlzeiten entsprechend der Studienordnung. Die weiteren Anforderungen können von Kurs zu Kurs unterschiedlich sein und finden sich auf den Seiten zu den einzelnen Seminaren.

Hausarbeiten

Abgabetermin für Hausarbeiten im Sommersemester: 15. September
Abgabetermin für Hausarbeiten im Wintersemester: 15. März
Das Musterdeckblatt für Hausarbeiten gibt es zum Download hier (Word-Datei).
Formale Hinweise für das Abfassen von Hausarbeiten gibt es zum Download hier (pdf-Datei 12 KB)

Einschreibung

Die Einschreibung erfolgt über MeinCampus. Bitte beachten Sie bei den Wahlfächern, die für mehrere Semester angeboten werden, dass Sie zur Einschreibung das niedrigste Studiensemester auswählen müssen, in dem das Fach angeboten wird, also für den ersten Studienabschnitt das 1. Semester, für den zweiten Studienabschnitt das 5. Semester, andernfalls wird Ihnen der Kurs nicht angezeigt.

Wahlpflichtfach für den 1. Studienabschnitt:

MED 46801 Begleitseminar zum Präparierkurs: Sterben und Tod in anthropologischer Perspektive - Wahlpflichtfach im 1. Studienabschnitt

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Mi 18:15-19:45, Raum BibliothEinführungskurs (EK) (Kurs WahlPrüfung (PF)lichtSeminar (SEM)inar (V-PS18))

Prerequisites / Organizational information

Das Seminar wendet sich vorzugsweise an Studierende der Medizin, die in diesem Semester den Präparierkurs absolvieren; Studierende anderer Semester sind gleichermaßen willkommen. Im Sinne eines "Wahlpflichtfaches" besteht auch die Möglichkeit für Interessierte, einen benoteten Schein zu erwerben. Art und Umfang der zu erbringenden Leistung werden mit den Dozenten abgesprochen.

Die Anmeldung für Studierende der Medizin erfolgt über meinCampus.

Inhalt

Ausgangspunkt des Seminars ist die spezifische Situation von Studierenden, die erstmals mit der Leiche konfrontiert werden. Angesprochen sind auch Studierende und Auszubildende der Pflege. Die TeilnehmerInnen erhalten Gelegenheit, ihre Eindrücke und Probleme zu thematisieren und zu reflektieren. Hierzu gehört der Blick auf historische und anthropologische Dimensionen der Anatomie, Konzepte von Sterben und Tod in unterschiedlichen Epochen und Kulturen. Gastreferent/Innen aus Erlanger Universitätsinstituten und aus dem Klinikum und von außerhalb sind zu Impulsreferaten über spezifische Themen eingeladen und diskutieren mit den Teilnehmer/Innen; diese werden in jeder Stunde aktiv in das Gespräch einbezogen. Im Sinne eines "Wahlpflichtfaches" besteht die Möglichkeit für Interessierte, einen benoteten Schein zu erwerben.

Zusätzliche Informationen

Schlagwörter: Begleitseminar zum Präparierkurs: Sterben und Tod in anthropologischer Perspektive

Erwartete Teilnehmerzahl: 20

www: https://www.igem.med.fau.de/studium-und-lehre/wahlpflichtfaecher/

Hippokrates am Bosporus - Medizin in der Spätantike und in Byzanz - Wahlpflichtfach im 1. Studienabschnitt

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Mo 18:15-19:45, Raum Seminarraum Bibliothek (Erdgeschoss), Glückstr. 10

Prerequisites / Organizational information

Das Seminar zielt darauf, Studierende der Medizin, weiterhin auch Studierende anderer Fakultäten, am Beispiel der Medizin in Byzanz mit aktuellen Fragestellungen und Methoden der Medizingeschichte vertraut zu machen. Das Seminar kann als Wahlpflichtfach für den 1. und 2. Studienabschnitt belegt werden. Studierende anderer Fakultäten sind ebenfalls willkommen und können in Abstimmung mit ihrer Studienordnung einen Schein erwerben (z.B. Schlüsselqualifikation). Erwartet werden Anwesenheit, aktive Mitarbeit und Bearbeitung der regelmäßigen Arbeitsaufträge. Die Veranstaltung ist auch für Studierende der Medizin (und der Zahnmedizin) geeignet, die sich für eine Dissertation im Fach Medizingeschichte interessieren; diese werden im Laufe des Seminars mit zusätzlichen Informationen ausgestattet.

Die Anmeldung erfolgt für Studierende der Medizin über meinCampus.

Inhalt

Zentrum der Mittelmeerwelt. Hier wurde seit der Spätantike die antike, mit dem Namen des Hippokrates verbundene Medizin tradiert und angewendet. Das Seminar folgt den Spuren des Hippokrates aus der klas-sischen Antike über das hellenistische Alexandria und gelangt so mit dem kaiserzeitlichen Arzt Galen an den Bosporus. Inhaltlich geht es um Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit, die Entwicklung der me-dizinischen Fachliteratur, prägende Fachvertreter, die Interaktion von Ärzten, Heilern und Kranken, die Rolle der Religion, das Image der Medizin in der Öffentlichkeit und den Umgang mit bestimmten Krankheiten.

Empfohlene Literatur

LEVEN, K.-H. (Hg.): Antike Medizin. Ein Lexikon, München 2005. MATTERN, S.P.: The Prince of Medicine. Galen in the Roman Empire. Oxford 2013. NUTTON, V.: Ancient Medicine. London 22013. SCARBOROUGH, J. (Hg): Symposium on Byzantine Medicine. Dumbur-ton Oaks Papers 38 (1984). SCHLANGE-SCHÖNINGEN, H.: Die römische Gesellschaft bei Galen. Biographie und Sozialgeschichte. Berlin 2003. TEMKIN, O.: Hippocrates in a World of Pagans and Christians, Baltimore, London 1991

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 10

www: https://www.igem.med.fau.de/studium-und-lehre/wahlpflichtfaecher/

NS-Medizinverbrechen zwischen Verdrängung und Aufarbeitung. Interdisziplinäres Projektseminar zur „zweiten Geschichte" des nationalsozialistischen Patientenmords in der Erlanger Heil- und Pflegeanstalt nach 1945 - Wahlpflichtfach im 1. Studienabschnitt

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Mo 16:15-17:45, Raum 00.5 PSG

Prerequisites / Organizational information

Die Lehrveranstaltung dient dem Erwerb fachlicher Kompetenzen in der Geschichte der NS-Medizinverbrechen und Erinnerungskultur. Darüber hinaus ermöglicht es auch die Aneignung praktischer Schlüsselkompetenzen in Bereichen wie z.B. Projektmanagement oder Text- und Audioproduktion. Das Projektseminar ist interdisziplinär angelegt und offen für Studierende der Philosophischen und Medizinischen Fakultät.

Die Anmeldung für Studierende der Medizin erfolgt über meinCampus.

Inhalt

Während aktuell der geplante Teilabriss der ehemaligen Erlanger Heil- und Pflegeanstalt sowie Pläne zur Einrichtung eines Lern- und Gedenkortes im verbleibenden Gebäudeteil die Stadtgesellschaft, Kommunalpolitik und Universität intensiv beschäftigen, war der Großteil des Gesamtkomplexes bereits in den 1970er Jahren abgerissen worden, ohne dass sich eine breite Diskussion um die Gebäude und ihre Bedeutung für das Gedenken an die Opfer entwickelt hätte. Aber nicht nur das Gedenken, auch die gründliche Erforschung der nationalsozialistischen Medizinverbrechen setzte in Erlangen und andernorts – mit wenigen Ausnahmen – erst Jahrzehnte nach Kriegsende ein, sodass bis heute noch viele Aspekte bis hin zu den genauen Opferzahlen der „Hungerkost" in der Erlanger Anstalt unbekannt sind.

Die späte Erforschung und Aufarbeitung der NS-Medizinverbrechen in Erlangen ist kein Einzelfall, sondern steht in vielen Punkten symptomatisch für den Umgang mit NS-Geschichte nach Ende des Zweiten Weltkriegs. In der Forschung ist der steinige Weg hin zur juristischen, politischen, historischen und erinnerungskulturellen Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte als ‚zweite Geschichte des Nationalsozialismus‘ untersucht worden.1 interdisziplinäre Projektseminar will ausgehend von der Erlanger Heil- und Pflegeanstalt die zweite Geschichte der NS-Medizinverbrechen in der Stadt untersuchen. Gab es hier die Vorstellung einer „Stunde Null"? 2 personellen Kontinuitäten gab es? Wie verlief die juristische und politische Aufarbeitung? 3 Hürden standen Erforschung und Gedenken entgegen? Diese und andere Fragen sollen zunächst quellennah erarbeitet und in den Forschungskontext zur ‚zweiten Geschichte des Nationalsozialismus‘ eingebettet werden. Die Ergebnisse werden dann im praktischen Teil des Projektseminars für die Öffentlichkeit aufbereitet und in einem breitenwirksamen Medium wie beispielsweise einem Podcast zugänglich gemacht. Das Konzept hierzu wird im Seminarverlauf gemeinsam erarbeitet und realisiert.

Empfohlene Literatur

[1] Vgl. Reichel, Peter; Schmid, Harald; Steinbach, Peter (Hg.): Der Nationalsozialismus – Die zweite Geschichte. Überwindung, Deutung, Erinnerung, Bonn 2009.
[2] Schulze, Dietmar; Rotzoll; Maike: Ausgefallene "Stunde Null" : die sächsische Heil- und Pflegeanstalt Grossschweidnitz nach 1945, in: Kumbier, Ekkehardt; Steinberg, Holger (Hg.): Psychiatrie in der DDR. Beiträge zur Geschichte. Berlin 2018, S. 25-38.
[3] Schulze, Dietmar: „Auch der ‚Gnadentod‘ ist Mord". Der Augsburger Strafprozess über die NS-„Euthanasie"-Verbrechen in Kaufbeuren und Irsee, Irsee 2019.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 5

www: https://www.igem.med.fau.de/studium-und-lehre/wahlpflichtfaecher/

MED 46101 Sammeln & Wissen: Medizingeschichte 3-D - Wahlpflichtfach im 1. Studienabschnitt

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

Prüfungsleistung: Objektarbeit

  • Mo 18:15-19:45

Prerequisites / Organizational information

Das Seminar kann als Wahlpflichtfach für den 1. Studienabschnitt und 2. Studienabschnitt belegt werden. Die Veranstaltung ist auch für Studierende der Medizin (inkl. Zahnmedizin) geeignet, die sich für eine Dissertation im Fach Medizingeschichte interessieren.Studierende anderer Fakultäten sind ebenfalls willkommen und können einen Schein Schlüsselqualifikation erwerben.

Inhalt

Gegenstand des Seminars sind die Objekte der Medizinischen Sammlung, die gleichsam abgelegten Kleider der Erlanger Universitätsmedizin: Welche Apparaturen, Instrumente und Modelle kamen hier zum Einsatz? Welche historische Bedeutung haben Dinge, die nützlich und hilfreich in Patientenversorgung, Forschung und Lehre waren? Auf welche Praktiken und Techniken, auf welche Annahmen und Wissensformationen verweisen sie?

Die Erlanger Universitätsmedizin hat im Laufe der Jahrzehnte eine bemerkenswerte Sachüberlieferung hinterlassen, die in der Medizinischen Sammlung bewahrt wird. Ausgesuchte Objekte aus dieser Sammlung stehen im Mittelpunkt des Projektseminars. Das Seminar möchte versuchen, "Lesarten" der Geschichte in den Dingen zu entdecken. Jede/r Teilnehmer/in soll über das Semester ein Objekt erkunden, gemeinsam wird beraten, welche Fragen und welche Recherchewege erfolgversprechend sind. Auf diesem Wege begibt sich das Seminar auf eine dreidimensionale Spurensuche nach Erlanger Medizin- und Wissenschaftsgeschichten.

Zusätzliche Informationen

Schlagwörter: Sammeln & Wissen: Medizingeschichte 3-D

Erwartete Teilnehmerzahl: 4

www: https://www.studon.fau.de/crs1639476.html

"Nichts verbreitet sich schneller als Angst" - Neue Seuchen. Eine Zwischenbilanz - Wahlpflichtfach im 1. Studienabschnitt Blockseminar

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Einzeltermin am 03.07.2020 Zeit n.V., Raum Seminarraum Bibliothek (Erdgeschoss), Glückstr. 10

Prerequisites / Organizational information

Das Kompaktseminar wendet sich an Studierende der Medizin und anderer Fächer und vermittelt vertiefte Einblicke in historische und zeitgenössische Reaktionsweisen auf Epidemien und „neue" Plagen. Hierzu gehört auch die Vorführung des amerikanischen Spielfilms „Contagion" (Regie: Steven Soderbergh, 2011). Die Studierenden werden in der Vorbesprechung in das Thema eingeführt und mit Impulsreferaten für das Blockseminar ausgestattet. Materialien hierzu werden auf StudOn bereitgestellt.

Das Seminar kann als Wahlpflichtfach für den 1. und 2. Studienabschnitt belegt werden.

Die Anmeldung erfolgt über meinCampus.

Inhalt

Die seit Beginn des Jahres 2020 ausgreifende Corona-Epidemie konfrontiert komplexe moderne Gesellschaften mit einer als bedrohlich empfundenen Seuche. In historischer Perspektive ist das Auftreten „neuer" Krankheiten als Normalfall zu bezeichnen. Insbesondere in Europa hat sich in den Jahrhunderten seit der frühen Neuzeit ein Abwehrmodus entwickelt, der seuchenpolizeiliche und medizinische Maßnahmen umfasst.

Empfohlene Literatur

Literatur: BERGDOLT, K.: Der Schwarze Tod in Europa. Die Große Pest und das Ende des Mittelalters. München 1994. HERLIHY, D.: Der schwarze Tod und die Verwandlung Europas. Berlin 1998. KIPLE, K.F. (Hg.): The Cambridge World History of Human Disease. Cambridge 1993. LEVEN, K.-H.: Die Geschichte der Infektionskrankheiten. Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Landsberg/Lech 1997. LITTLE, L.K. (Hg.): Plague and the End of Antiquity. The Pandemic of 541 – 750. Cambridge, New York 2007. MEIER, M. (Hg.): Pest. Die Geschichte eines Menschheittraumas, Stuttgart 2005. NUTTON, V.: Pestilential complexities. Understanding medieval plague (Medical History, Suppl., 27). London 2008.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 15

Wahlpflichtfach für den 2. Studienabschnitt

Organisatorisches

Der Kurs „Ethisch-kommunikative Fertigkeiten“ besteht aus den vier Modulen „Überbringen schlechter Nachrichten“, „Trauer im Klinik-Alltag“, „Interkulturelle Kommunikation“ und „Ärztliches Handeln an Grenzen – Herausforderungen im Umgang mit Demenz“ . Modul I wird an zweiTerminen angeboten, für Modul II bis IV ist jeweils nur ein Termin vorgesehen. Zusätzlich gibt es noch das Aufbau-Modul V: „Kommunikationskompetenz bei Fehlern“. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Module im Laufe mehrerer Semester zu belegen. Jedes Modul umfasst 8 Stunden und findet an einem Samstag von 9.30 bis 17.30 Uhr statt. Die Detailinformationen finden Sie hier:

Für alle Module findet am Freitag, 24. April 2019, 12.00-14.00 Uhr  eine verpflichtende Einführungsveranstaltung statt, Ort wird noch bekannt gegegeben.

Modul I: Überbringen schlechter Nachrichten
Modul II: Trauer im Klinik-Alltag
Modul III: Interkulturelle Kommunikation
Modul IV: Ärztliches Handeln an Grenzen – Herausforderungen im Umgang mit Demenz
Modul V: Kommunikationskompetenz bei Fehlern – Praxisseminar zum adäquaten Umgang nach Behandlungsfehlern

  • Modul I: Überbringen schlechter Nachrichten
  • Modul II: Trauer im Klinik-Alltag
  • Modul III: Interkulturelle Kommunikation:
  • Modul IV: Ärztliches Handeln an Grenzen – Herausforderungen im Umgang mit Demenz
  • Modul V: Kommunikationskompetenz bei Fehlern: wird im Sommersemester 2020 ausgesetzt

Anmeldung:

Die Einschreibung für die einzelnen Module erfolgt über Mein Campus.

Bitte beachten Sie bei den Wahlfächern, die für mehrere Semester angeboten werden, dass Sie zur Einschreibung das niedrigste Studiensemester auswählen müssen, in dem das Fach angeboten wird, also für den II. Studienabschnitt das 5. Semester, andernfalls wird Ihnen der Kurs nicht angezeigt.

Scheinerwerb:

Voraussetzung für den Scheinerwerb ist der Besuch von drei Modulen sowie eine mündliche Prüfung. Nach Besuch der drei Module ist eine gesonderte Prüfungsanmeldung in Mein Campus erforderlich!

Dozent: Prof. Dr. Andreas Frewer, M.A., PD Dr. Andreas Reis (WHO)
Termin: nach Vereinbarung
Ort: nach Vereinbarung
Kontakt: andreas.frewer@fau.de

Anmeldung

Die Einschreibung erfolgt über Mein Campus.

Bitte beachten Sie bei den Wahlfächern, die für mehrere Semester angeboten werden, dass Sie zur Einschreibung das niedrigste Studiensemester auswählen müssen, in dem das Fach angeboten wird, also für den II. Studienabschnitt das 5. Semester, andernfalls wird Ihnen der Kurs nicht angezeigt.

Dozent: Prof. Dr. Andreas Frewer, M.A., Dr. Rainer Erices
Termin: nach Vereinbarung
Ort: nach Vereinbarung
Kontakt: andreas.frewer@fau.de

Anmeldung

Die Einschreibung erfolgt über Mein Campus.

Bitte beachten Sie bei den Wahlfächern, die für mehrere Semester angeboten werden, dass Sie zur Einschreibung das niedrigste Studiensemester auswählen müssen, in dem das Fach angeboten wird, also für den II. Studienabschnitt das 5. Semester, andernfalls wird Ihnen der Kurs nicht angezeigt.

Hippokrates am Bosporus - Medizin in der Spätantike und in Byzanz - Wahlpflichtfach im 2. Studienabschnitt

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Mo 18:15-19:45, Raum Seminarraum Bibliothek (Erdgeschoss), Glückstr. 10

Prerequisites / Organizational information

Das Seminar zielt darauf, Studierende der Medizin, weiterhin auch Studierende anderer Fakultäten, am Beispiel der Medizin in Byzanz mit aktuellen Fragestellungen und Methoden der Medizingeschichte vertraut zu machen. Das Seminar kann als Wahlpflichtfach für den 1. und 2. Studienabschnitt belegt werden. Studierende anderer Fakultäten sind ebenfalls willkommen und können in Abstimmung mit ihrer Studienordnung einen Schein erwerben (z.B. Schlüsselqualifikation). Erwartet werden Anwesenheit, aktive Mitarbeit und Bearbeitung der regelmäßigen Arbeitsaufträge. Die Veranstaltung ist auch für Studierende der Medizin (und der Zahnmedizin) geeignet, die sich für eine Dissertation im Fach Medizingeschichte interessieren; diese werden im Laufe des Seminars mit zusätzlichen Informationen ausgestattet.

Die Anmeldung für Studierende der Medizin erfolgt über meinCampus.

Inhalt

Zentrum der Mittelmeerwelt. Hier wurde seit der Spätantike die antike, mit dem Namen des Hippokrates verbundene Medizin tradiert und angewendet. Das Seminar folgt den Spuren des Hippokrates aus der klassischen Antike über das hellenistische Alexandria und gelangt so mit dem kaiserzeitlichen Arzt Galen an den Bosporus. Inhaltlich geht es um Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit, die Entwicklung der me-dizinischen Fachliteratur, prägende Fachvertreter, die Interaktion von Ärzten, Heilern und Kranken, die Rolle der Religion, das Image der Medizin in der Öffentlichkeit und den Umgang mit bestimmten Krankheiten.

Empfohlene Literatur

LEVEN, K.-H. (Hg.): Antike Medizin. Ein Lexikon, München 2005. MATTERN, S.P.: The Prince of Medicine. Galen in the Roman Empire. Oxford 2013. NUTTON, V.: Ancient Medicine. London 22013. SCARBOROUGH, J. (Hg): Symposium on Byzantine Medicine. Dumbur-ton Oaks Papers 38 (1984). SCHLANGE-SCHÖNINGEN, H.: Die römische Gesellschaft bei Galen. Biographie und Sozialgeschichte. Berlin 2003. TEMKIN, O.: Hippocrates in a World of Pagans and Christians, Baltimore, London 1991

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 7

www: https://www.igem.med.fau.de/studium-und-lehre/wahlpflichtfaecher/

NS-Medizinverbrechen zwischen Verdrängung und Aufarbeitung. Interdisziplinäres Projektseminar zur „zweiten Geschichte" des nationalsozialistischen Patientenmords in der Erlanger Heil- und Pflegeanstalt nach 1945 - Wahlpflichtfach im 2. Studienabschnitt

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Mo 16:15-17:45, Raum 00.5 PSG

Prerequisites / Organizational information

Die Lehrveranstaltung dient dem Erwerb fachlicher Kompetenzen in der Geschichte der NS-Medizinverbrechen und Erinnerungskultur. Darüber hinaus ermöglicht es auch die Aneignung praktischer Schlüsselkompetenzen in Bereichen wie z.B. Projektmanagement oder Text- und Audioproduktion. Das Projektseminar ist interdisziplinär angelegt und offen für Studierende der Philosophischen und Medizinischen Fakultät.

Die Anmeldung für Studierende der Medizin erfolgt über meinCampus.

Inhalt

Während aktuell der geplante Teilabriss der ehemaligen Erlanger Heil- und Pflegeanstalt sowie Pläne zur Einrichtung eines Lern- und Gedenkortes im verbleibenden Gebäudeteil die Stadtgesellschaft, Kommunalpolitik und Universität intensiv beschäftigen, war der Großteil des Gesamtkomplexes bereits in den 1970er Jahren abgerissen worden, ohne dass sich eine breite Diskussion um die Gebäude und ihre Bedeutung für das Gedenken an die Opfer entwickelt hätte. Aber nicht nur das Gedenken, auch die gründliche Erforschung der nationalsozialistischen Medizinverbrechen setzte in Erlangen und andernorts – mit wenigen Ausnahmen – erst Jahrzehnte nach Kriegsende ein, sodass bis heute noch viele Aspekte bis hin zu den genauen Opferzahlen der „Hungerkost" in der Erlanger Anstalt unbekannt sind.

Die späte Erforschung und Aufarbeitung der NS-Medizinverbrechen in Erlangen ist kein Einzelfall, sondern steht in vielen Punkten symptomatisch für den Umgang mit NS-Geschichte nach Ende des Zweiten Weltkriegs. In der Forschung ist der steinige Weg hin zur juristischen, politischen, historischen und erinnerungskulturellen Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte als ‚zweite Geschichte des Nationalsozialismus‘ untersucht worden.1 interdisziplinäre Projektseminar will ausgehend von der Erlanger Heil- und Pflegeanstalt die zweite Geschichte der NS-Medizinverbrechen in der Stadt untersuchen. Gab es hier die Vorstellung einer „Stunde Null"? 2 personellen Kontinuitäten gab es? Wie verlief die juristische und politische Aufarbeitung? 3 Hürden standen Erforschung und Gedenken entgegen? Diese und andere Fragen sollen zunächst quellennah erarbeitet und in den Forschungskontext zur ‚zweiten Geschichte des Nationalsozialismus‘ eingebettet werden. Die Ergebnisse werden dann im praktischen Teil des Projektseminars für die Öffentlichkeit aufbereitet und in einem breitenwirksamen Medium wie beispielsweise einem Podcast zugänglich gemacht. Das Konzept hierzu wird im Seminarverlauf gemeinsam erarbeitet und realisiert.

Empfohlene Literatur

[1] Vgl. Reichel, Peter; Schmid, Harald; Steinbach, Peter (Hg.): Der Nationalsozialismus – Die zweite Geschichte. Überwindung, Deutung, Erinnerung, Bonn 2009.
[2] Schulze, Dietmar; Rotzoll; Maike: Ausgefallene "Stunde Null" : die sächsische Heil- und Pflegeanstalt Grossschweidnitz nach 1945, in: Kumbier, Ekkehardt; Steinberg, Holger (Hg.): Psychiatrie in der DDR. Beiträge zur Geschichte. Berlin 2018, S. 25-38.
[3] Schulze, Dietmar: „Auch der ‚Gnadentod‘ ist Mord". Der Augsburger Strafprozess über die NS-„Euthanasie"-Verbrechen in Kaufbeuren und Irsee, Irsee 2019.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 5

www: https://www.igem.med.fau.de/studium-und-lehre/wahlpflichtfaecher/

MED 46101 Sammeln & Wissen: Medizingeschichte 3-D - Wahlpflichtfach im 2. Studienabschnitt

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

Prüfungsleistung: Objektarbeit

  • Mo 18:15-19:45

Prerequisites / Organizational information

Das Seminar kann als Wahlpflichtfach für den 1. Studienabschnitt und 2. Studienabschnitt belegt werden. Die Veranstaltung ist auch für Studierende der Medizin (inkl. Zahnmedizin) geeignet, die sich für eine Dissertation im Fach Medizingeschichte interessieren. Weiterhin kann das Seminar als Proseminar neueste Geschichte belegt werden. Studierende anderer Fakultäten sind ebenfalls willkommen und können einen Schein Schlüsselqualifikation erwerben.

Inhalt

Gegenstand des Seminars sind die Objekte der Medizinischen Sammlung, die gleichsam abgelegten Kleider der Erlanger Universitätsmedizin: Welche Apparaturen, Instrumente und Modelle kamen hier zum Einsatz? Welche historische Bedeutung haben Dinge, die nützlich und hilfreich in Patientenversorgung, Forschung und Lehre waren? Auf welche Praktiken und Techniken, auf welche Annahmen und Wissensformationen verweisen sie?

Die Erlanger Universitätsmedizin hat im Laufe der Jahrzehnte eine bemerkenswerte Sachüberlieferung hinterlassen, die in der Medizinischen Sammlung bewahrt wird. Ausgesuchte Objekte aus dieser Sammlung stehen im Mittelpunkt des Projektseminars. Das Seminar möchte versuchen, "Lesarten" der Geschichte in den Dingen zu entdecken. Jede/r Teilnehmer/in soll über das Semester ein Objekt erkunden, gemeinsam wird beraten, welche Fragen und welche Recherchewege erfolgversprechend sind. Auf diesem Wege begibt sich das Seminar auf eine dreidimensionale Spurensuche nach Erlanger Medizin- und Wissenschaftsgeschichten.

Zusätzliche Informationen

Schlagwörter: Sammeln & Wissen: Medizingeschichte 3-D

Erwartete Teilnehmerzahl: 4

www: https://www.studon.fau.de/crs1639476.html

"Nichts verbreitet sich schneller als Angst" - Neue Seuchen. Eine Zwischenbilanz - Wahlpflichtfach im 2. Studienabschnitt Blockseminar

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Einzeltermin am 03.07.2020 14:00-20:00, Raum Seminarraum Bibliothek (Erdgeschoss), Glückstr. 10

Prerequisites / Organizational information

Das Kompaktseminar wendet sich an Studierende der Medizin und anderer Fächer und vermittelt vertiefte Einblicke in historische und zeitgenössische Reaktionsweisen auf Epidemien und „neue" Plagen. Hierzu gehört auch die Vorführung des amerikanischen Spielfilms „Contagion" (Regie: Steven Soderbergh, 2011). Die Studierenden werden in der Vorbesprechung in das Thema eingeführt und mit Impulsreferaten für das Blockseminar ausgestattet. Materialien hierzu werden auf StudOn bereitgestellt. Das Seminar kann als Wahlpflichtfach für den 1. und 2. Studienabschnitt belegt werden.

Die Anmeldung erfolgt über meinCampus.

Inhalt

Die seit Beginn des Jahres 2020 ausgreifende Corona-Epidemie konfrontiert komplexe moderne Gesellschaften mit einer als bedrohlich empfundenen Seuche. In historischer Perspektive ist das Auftreten „neuer" Krankheiten als Normalfall zu bezeichnen. Insbesondere in Europa hat sich in den Jahrhunderten seit der frühen Neuzeit ein Abwehrmodus entwickelt, der seuchenpolizeiliche und medizinische Maßnahmen umfasst.

Empfohlene Literatur

Literatur: BERGDOLT, K.: Der Schwarze Tod in Europa. Die Große Pest und das Ende des Mittelalters. München 1994. HERLIHY, D.: Der schwarze Tod und die Verwandlung Europas. Berlin 1998. KIPLE, K.F. (Hg.): The Cambridge World History of Human Disease. Cambridge 1993. LEVEN, K.-H.: Die Geschichte der Infektionskrankheiten. Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Landsberg/Lech 1997. LITTLE, L.K. (Hg.): Plague and the End of Antiquity. The Pandemic of 541 – 750. Cambridge, New York 2007. MEIER, M. (Hg.): Pest. Die Geschichte eines Menschheittraumas, Stuttgart 2005. NUTTON, V.: Pestilential complexities. Understanding medieval plague (Medical History, Suppl., 27). London 2008.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 5

Dozent: Prof. Dr. med. Andreas Frewer, M.A.
Termin: montags, 16:00-18:00 Uhr
Beginn: 27.04.2020
Letzter Termin: 15.06.2020
Ort: Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Glückstr. 10, 91054 Erlangen, Seminarraum Bibliotek EG.
Kontakt: andreas.frewer@fau.de

Termine

27.04.2020 Vorbesprechung und Einführung

04.04.2020

11.05.2020

18.05.2020

25.05.2020

08.06.2020

15.06.2020

Organisatorisches

Die Veranstaltung ist als Einführung in die Grundlagen der Medizinethik wie auch als Vertiefung für Interessenten an einer Doktorarbeit geeignet. Zusätzlich wird ein Besuch der Hauptvorlesung zur Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (Q 2) empfohlen.

Seminarbeschreibung

Fragen um Schwangerschaft und Pränataldiagnostik, Probleme bei Humanexperimenten und Transplantation mit gerechter Organverteilung oder Formen der Sterbebegleitung am Lebensende -moralische Aspekte werden in der Medizin immer wichtiger. Ethik in der Medizin fragt nach Argumenten und Begründungen für „gutes Handeln“ in der Patient-Arzt-Beziehung wie auch im Gesundheitswesen. Das vorliegende Seminar soll Grundsatz- und Grenzfragen ärztlicher Tätigkeit beleuchten sowie Prinzipien der Medizinethik darstellen. Darüber hinaus werden Beispiele praktischer Konflikte aus der Ethikberatung und Klinische Ethikkomitees dargestellt sowie Fälle diskutiert.

Literatur:

Frewer, A./Eickhoff, C. (Hrsg.) (2000) „Euthanasie“ und die aktuelle Sterbehilfe-Debatte.Die historischen Hintergründe medizinischer Ethik, Campus, Frankfurt a.M./New York.

Frewer, A./Fahr, U./Rascher, W. (Hrsg.) (2008) Klinische Ethikkomitees.Chancen, Risiken und Nebenwirkungen. Jahrbuch Ethik in der Klinik (JEK),Band 1. Königshausen & Neumann, Würzburg.

Frewer, A./Fahr, U./Rascher, W. (Hrsg.) (2009) Patientenverfügung und Ethik.Beiträge zur guten klinischen Praxis. Jahrbuch Ethik in der Klinik (JEK), Band 2.Königshausen & Neumann, Würzburg.

Schöne-Seifert, B. (2007) Grundlagen der Medizinethik. Kröner, Stuttgart.

Schmidt, U./Frewer, A. (Eds.) (2007) History and Theory of Human Experimentation.The Declaration of Helsinki and Modern Medical Ethics. Steiner, Stuttgart.

Wiesemann, C./Biller-Andorno, B./Frewer, A. (unter Mitarbeit) (2005) Medizinethik(mit Beiträgen von R. Andorno, J. Klein, C. Lenk, K. Nolte). Thieme, Stuttgart.