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Disability Studies: Wie aus einer Protestbewegung ein angesehenes interdisziplinäres Wissenschaftsfeld wurde

Seit den 1980er Jahren gingen die Akteure der Behindertenbewegung unterschiedliche
Wege, um den diskriminierenden Lebensbedingungen behinderter Menschen zu begegnen:
Einige bauten Beratungen und ambulante Unterstützungsangebote auf, andere legten den
Fokus auf politische Lobbyarbeit und wieder andere wurden Wissenschaftler*innen – viele
von ihnen folgten dabei den Grundsätzen der Disability Studies. Die Disability Studies bieten
den notwendigen Perspektivwechsel zur Veränderung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, indem sie behinderte Menschen zum Subjekt von Wissenschaft machen statt sie, wie
bisher üblich, lediglich als zu beforschendes Objekt zu betrachten. Das heißt: Die Erfahrungen und Sichtweisen behinderter Menschen werden in den Mittelpunkt von Untersuchungen
über Behinderung gestellt. Sie werden somit ernst genommen, sichtbar gemacht und dienen
als Grundlage für die Entwicklung von Lösungen.
Der Beitrag zeigt die Grundzüge dieser Zusammenhänge und des zukunftsträchtigen Wissenschaftsfeldes der Disability Studies auf und bietet Ausgangspunkte für eine Diskussion.


Zur Referentin:
Birgit Rothenberg ist Rehabilitationswissenschaftlerin, bis Ende 2018 Bereichsleitung von
DoBuS, Bereich Behinderung und Studium im Zentrum für HochschulBildung (zhb//dobus)
der TU Dortmund; Lehre in der Allgemeinen Behindertenpädagogik an der Fakultät Rehabilitationswissenschaften TU Dortmund sowie im Fachbereich Heilpädagogik und Pflege der Ev.
Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe ; Vorstandsmitglied von Disability Studies Deutschland e.V.; Gründungs- und Vorstandsmitglied von MOBILE-Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V.

 

Termin: 30. April 2021, 19.00 – 20.30 Uhr
ZOOM-Einwahllink: https://fau.zoom.us/j/65196344223?pwd=ZnNZcjIvdFZnMkF5SE5XeEJiQ3QrZz09
Meeting-ID: 651 9634 4223
Kenncode: 634695

Vortrag mit Gebärdensprachdolmetschung